Tarifvertrag daimler wörth

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Am 1. April 2010 bekannten sich die deutschen und russischen Tochtergesellschaften der Daimler AG jeweils in zwei Anklagepunkten der Bestechung samt Bestechungsvorwürfe n. Chr. schuldig, die vom US-Justizministerium und der U.S. Securities and Exchange Commission erhoben wurden. Die Muttergesellschaft schloss einen Vergleich über 185 Millionen US-Dollar, aber das Unternehmen und seine chinesische Tochtergesellschaft blieben Gegenstand einer zweijährigen aufgeschobenen Strafverfolgungsvereinbarung, die eine weitere Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden, die Einhaltung interner Kontrollen und die Einhaltung anderer Bedingungen vor der endgültigen Verurteilung erforderte. Daimler drohen härtere Strafen, sollte daimler die Bedingungen der Vereinbarung während des Zweijahreszeitraums nicht erfüllen. Nach der Vereinbarung mit den Staatsanwälten gaben die beiden Daimler-Tochtergesellschaften zu, wissentlich gegen das Foreign Corrupt Practices Act verstoßen zu haben, das Unternehmen und ihre Beamten daran hindert, Bestechungsgelder an ausländische Beamte zu zahlen, um Geschäfte zu gewinnen. [78] Der Foreign Corrupt Practices Act gilt für jedes Unternehmen, das seine Aktien an US-Börsen auflistet.

Die Daimler AG wurde mit dem Symbol “DAI” an der New Yorker Börse notiert, was dem Justizministerium die Zuständigkeit für die Zahlungen des deutschen Autobauers in Ländern rund um den Globus einräumt. Richter Richard J. Leon vom United States District Court in Washington, D.C., billigte das Plädoyer und den Vergleich und nannte es eine “gerechte Lösung”. Bei Daimler gehen wir davon aus, dass sich mehr Verantwortung in den Lohnniveaus niederschlagen sollte. Die Managergehälter umfassen ein festes Grundgehalt und ein variables Vergütungselement. Je mehr Verantwortung die Position eines Managers mit sich bringt, desto höher ist die variable Vergütungskomponente. Nach Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung des Konzerns basiert die variable Vergütung auf einem Zielvereinbarungsprozess, der für alle Manager auf globaler Ebene standardisiert ist. Verschiedene (unternehmensweite) Vereinbarungen gewähren unseren Mitarbeitern spezifische Rechte und definieren zusätzliche Regeln und Vorschriften. Diese Vereinbarungen betreffen Themen wie mobiles Arbeiten, Familienurlaub, Arbeitszeitverkürzung und häusliche Gesundheitsversorgung. Wir strukturieren unsere Entscheidungsprozesse so, dass Transparenz für unsere Mitarbeiter gewährleistet ist, und ermöglichen unseren Mitarbeitern auch die Teilnahme an Entscheidungsprozessen.

Wir arbeiten mit unseren Mitarbeitern als Partner zusammen, respektieren deren Interessen und bringen sie aktiv in das Unternehmen ein. Wir haben in unseren Richtlinien und Unternehmensvereinbarungen festgelegt, wie wir Verantwortung in unseren Mitarbeiterbeziehungen übernehmen. Unsere Mitarbeiter haben das Recht, sich in Gewerkschaften zu organisieren. Wir sorgen auch für dieses Recht in Ländern, in denen die Vereinigungsfreiheit nicht rechtlich geschützt ist. Wir arbeiten konstruktiv mit den Arbeitnehmervertretern und den Gewerkschaften zusammen. Wichtige Partner sind hier die lokalen Betriebsräte, der Europäische Betriebsrat und das World Employee Committee (WEC). Tarifverträge gelten für die Mehrheit unserer Mitarbeiter im gesamten Konzern.

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